Das kleine Großherzogtum, im Herzen der EU gelegen, bietet seinen Besuchern auf engem Raum eine faszinierende Vielfalt an Landschaften, Sprachen und Kulturen. Und auch in literarischer Hinsicht ist das Land zwischen Mosel und Ardennen ein Spiegelbild Europas im Kleinen. Auf unserer Reise begegnen uns römische und mittelalterliche Autoren ebenso wie deutsche und französische Klassiker, nicht zu vergessen die Vertreter der dreisprachigen Literatur Luxemburgs. Abstecher in die beiden Nachbarregionen Saarland und Lothringen ergänzen das Programm.

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So 29.12.2019- Do 02.01.2020 (5-tägig)
Preis: 895 Euro im DZ / 1.125 Euro im EZ (inkl. Bus, Hotel u. Frühstück)
Veranstalter: Hirschreisen Karlsruhe
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Programmübersicht:

1. Tag: Schriftsteller in Metz
Wir starten unsere Tour durch den Saar-Lor-Lux-Raum mit einem Besuch der lothringischen Metropole Metz, einer der sehenswertesten Städte Europas. Nicht zuletzt Schriftsteller wussten schon immer um die verborgenen Reize der Schönen an der Mosel. Beim Flanieren durch die deutschen und französischen Viertel stoßen wir auf die Spuren zahlreicher Autoren: François Rabelais und Theodor Fontane, Paul Verlaine und Alfred Döblin, Yvan Goll und Wolfgang Koeppen. Höhepunkt ist ein Besuch im Stephansdom. Danach fahren wir über den Badeort Mondorf nach Luxemburg-Stadt.

2. Tag: Park von Colpach
Luxemburg-Stadt – heute erkunden wir den an Belgien grenzenden Westteil des Großherzogtums. Wir beginnen in Colpach. Im dortigen Schlosspark sehen wir einen Skulpturengarten sowie die Grabstätte des Ehepaars Mayrisch. In den 20er Jahren veranstalteten die beiden hier deutsch-französische Dichtertreffen, an denen so namhafte Autoren wie André Gide, Paul Claudel und Jules Romains von der einen, Karl Jaspers, Annette Kolb und Hermann Graf Keyserling von der anderen Seite teilnahmen. Nach der Mittagspause in dem bezaubernden Ort Esch-sur-Sûre machen wir nachmittags einen Abstecher zum Schumannseck, Schauplatz der grausamen Ardennenoffensive vom Winter 1944/45, über die auch die Schriftsteller Ernest Hemingway und Heinrich Böll geschrieben haben. Rückfahrt über die Luxemburger Schweiz nach Luxemburg-Stadt.

3. Tag: Schengen und Vianden
Luxemburg-Stadt – der heutige Tag führt uns in den Ostteil des Großherzogtums. Wir beginnen die Tour entlang der Luxemburger Weinstraße im Dreiländereck mit einem Besuch von Schengen, berühmt durch das nach ihm benannte Abkommen. Im Weinort Grevenmacher hören wir von Goethe, in Echternach vom Heiligen Willibrord und der hier einst ansässigen karolingischen Buchmalschule. Krönender Abschluss ist ein Besuch im idyllischen Vianden, wo sich Victor Hugo mehrfach mit seiner Familie aufhielt. Nach dem Besuch des dem Dichter gewidmeten Museums geht es zurück. Freuen Sie sich auf die Silvesterfeier in Ihrem Hotel: Mit einem köstlichen Silvester-Gala-Menu, Showeinlage, Musik und Tanz an der Bar lassen Sie das Jahr beschwingt ausklingen. Prosit Neujahr!

4. Tag: Luxemburg-Stadt
Luxemburg-Stadt – nach einem späten Frühstück starten wir mit einer gemütlichen Rundfahrt durch die Landes- und Europahauptstadt Luxemburg. Wir besichtigen zunächst das Europaviertel am Kirchberg und erkunden anschließend zu Fuß das historische Zentrum der alten Residenz- und Festungsstadt. Dabei sehen wir nicht nur Bauten aus der spanischen und niederländischen, französischen und preußischen Geschichte dieses Ortes, sondern hören auch von Dichtern aus ganz Europa, die sich hier aufgehalten haben: von Goethe über Victor Hugo bis hin zu den Letzebuerger Nationaldichtern Dicks und Lentz. Ein Besuch im Historischen Museum der Stadt rundet das Programm ab.

5. Tag: Durch das Saarland
Luxemburg-Stadt – der Weg zurück führt uns zunächst ins Saarland. In Merzig besichtigen wir die mittelalterliche Prioratskirche St. Peter und das Denkmal für den Schriftsteller Gustav Regler. In seiner Autobiographie „Das Ohr des Malchus“ hat er diesem „Abenteuerspielplatz seiner Kindheit“ ein Denkmal gesetzt. Bei einem weiteren Stopp in der Landeshauptstadt Saarbrücken sehen wir die ebenfalls mittelalterliche Stiftskirche St. Arnual, in der sich ein besonderes Kleinod verbirgt: das Grabmal der Elisabeth von Lothringen, Gräfin von Nassau-Saarbrücken. Als erste namentlich bekannte Übersetzerin aus dem Französischen begründete sie im 15. Jh. den deutschen Prosaroman. Anschließend treten wir die Heimreise an.

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