Kaum eine Stadt hat so viele Schriftsteller inspiriert wie Paris! Die Franzosen Honoré de Balzac und Victor Hugo, die Deutschen Heinrich Heine und Rainer Maria Rilke, die Iren Samuel Beckett und James Joyce sowie die Amerikaner Ernest Hemingway und Ezra Pound lebten und dichteten an den Ufern der Seine. In den Salons der Aufklärung diskutierten Philosophen, in den Cafés von St-Germain-des-Prés die Existentialisten. Zwischen Sorbonne und Montmartre eröffnet sich uns ein unterhaltsames Literatur-Panorama: Wir erkunden die Ile de la Cité und das studentische Quartier Latin, das jüdische Marais-Viertel und natürlich die Literatenviertel von Montmartre und Saint-Germain-des-Prés.
 
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Fr 02.10.-So 04.10.2020 (3-tägig)
Preis: 390 Euro im DZ (inkl. Bus, Hotel u. HP)
Veranstalter: VHS Völklingen
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Programmübersicht:

1. Tag: Montmartre und Belle Epoque
Schon bei der Anreise führt der Reiseleiter in die reiche Literaturgeschichte der Seine-Metropole ein. In Paris angekommen, fahren wir auf den Montmartre,der Ende des 19. Jhs die Künstler der Avantgarde anzog: Toulouse-Lautrec malte in den Tanzsälen, im Bateau-Lavoir erfanden Picasso und Braque den Kubismus, Dichter wie Apollinaire und Jacob zog es hierher. „Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt, dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Boulevards von Paris„, schrieb Heinrich Heine, der ebenfalls im Viertel lebte. Sein Grab sehen wir beim Spaziergang über den Cimetière Montmartre, ferner das von Emile Zola, der das Arbeitermilieu so drastisch schilderte. Und auch Alexandre Dumas-fils, der Schöpfer der „Kameliendame„, der Maler Edgar Degas und der Filmemacher Truffaut sind hier begraben. Zum Schluss genießen wir von Sacre-Coeur aus den Blick über die Dächer von Paris. Danach Hotelbezug.

2. Tag: Rive Droite – Bühne für große Geschichten
Auf zur literarischen Stadtrundfahrt! Auf den Spuren von Gustave Flaubert und Marcel Proust, von Franz Kafka und Erich Maria Remarque, geht es über die Champs Elysées zur Place de la Concorde, auf der einst die Guillotine stand. Vorbei an der Opéra Garnier, wo Zola seine Anklageschrift „J´accuse„ verfasste und die Brüder Lumières den allerersten Film vorführten, erreichen wir die Comédie Francaise: Molière und Racine feierten hier Triumphe. Nachmittags erkunden wir das pittoreske Marais-Viertel und das jüdische Viertel rund um die Rue des Rosiers. Höhepunkt ist die Place des Vosges mit ihren Renaissance-Fassaden, einer der schönsten Plätze Frankreichs. Hier erblickte Madame de Sévigné, Chronistin des Hoflebens im 17. Jh., das Licht der Welt. Théophile Gautier, Schöpfer des „L´art pour l´art„, wuchs hier auf. Und natürlich Victor Hugo: Die Wohnung,in der er von 1832 bis ins Revolutionsjahr 1848 lebte, ist zum Museum geworden. Wir sehen originale Möbel und überzeugen uns davon, dass der berühmte Autor auch ein begabter Zeichner war.

3. Tag: Cité
Spaziergang vom Hôtel de Ville auf die Ile de la Cité zur Ruine der Kathedrale Notre-Dame. Sie war nicht nur der Inbegriff gotischer Baukunst, sondern auch ein legendärer Romanschauplatz: Mit „Notre-Dame de Paris„ entwarf Victor Hugo ein lebendiges Bild der spätmittelalterlichen Stadt und trug damit wesentlich zur Wiederentdeckung des Mittelalters bei.Vorbei an den Buden der Bouquinisten am Seine-Ufer kommen wir auf die nicht nur bei Studenten beliebte Place Saint-Michel. Danach treten wir die Heimreise an.

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