Während Straßburg am Vorabend der Revolution unter der in Frankreich grassierenden »großen Theuerung« (J. W. Goethe) litt, erlebte Kehl in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht seine »goldenen Jahre« (C. H. Steckner). Die damals bekannten deutschen Verleger Macklot und Müller-Bärstecher sowie ihre französischen Kollegen Chanson und Beaumarchais verwandelten die kleine Grenzstadt in einen »Freiheitshafen« (M. A. Thümmel) von europäischem Rang. Andernorts umstrittene oder verbotene Werke wurden hier gedruckt, darunter Kerntexte der Aufklärung: Goethe und Wieland, Voltaire und Rousseau. Von der Kirche erbittert bekämpft, wurde die damals berühmte Druckerstadt von Fürsten, Königen und zahlreichen Dichtern besucht und begeistert gefeiert. Selbst als Kehl längst im Feuer der Revolutionskriege untergegangen war, blieben ihre Verdienste lange unvergessen…
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Di 16.11.2021 (19h-20h30): Stadthalle Kehl (Zedernsaal)
Preis: 4 Euro / reduziert: 2 Euro
Veranstalter: Historischer Verein Kehl
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