Literatur ist nicht nur Kopfsache, sie berührt alle unsere Sinne. Und sie macht nicht an Grenzen halt. Die folgenden Vorträge widmen sich daher Grenzüberschreitungen aller Art: zwischen verschiedenen Ländern, sozialen Schichten und Sinneseindrücken. Lassen Sie sich überraschen! Preis pro Einzelvortrag: ca. 250 € zzgl. UST und Nebenkosten. Auch als Kompaktseminar buchbar.

 
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So schmeckt Literatur – literarisch-kulinarische Anekdoten
Warum ist Chateaubriand nicht nur ein Dichter, sondern auch ein Rindersteak? Was verbindet die Dragées von Verdun mit Goethe und die Madeleines von Commercy mit Proust? Welche deutschen und französischen Schriftsteller verfassten auch Kochbücher und welche Köche auch Romane? Literarische Anekdoten und kulinarische Kostproben eröffnen einen ebenso spannenden wie ungewohnten Zugang zur Weltliteratur.

Johannes Beinert – ein Leben am Oberrhein
Johannes Beinert wurde 1877 als einfacher Bauernsohn in Eckartsweier geboren, arbeitete sich hoch zum Doktor der Philosopie und fiel im Alter von nur 38 Jahren in der Somme-Schlacht. Dabei kannte und liebte er als Deutsch- und Französischlehrer beide Staaten, auch wenn sich diese zu seinen Lebzeiten als Todfeinde gegenüberstanden. Der Vortrag zeichnet Beinerts Lebensweg nach, der nach seiner eigenen Aussage »wie ein Märchen« klingt. Dabei werden seine journalistischen, literaturwissenschaftlichen und heimatkundlichen Veröffentlichungen ebenso gewürdigt wie sein vielfältiges Engagement als begeisterter und begeisternder Pädagoge in der Jugend- und Erwachsenenbildung.

Humanismus am Oberrhein
Zwischen dem 100-jährigen Krieg in Frankreich und dem 30-jährigen Krieg in Deutschland erlebten die Menschen am Oberrhein eine lange Friedens und geistige Blütezeit, die zu den Sternstunden der regionalen Geschichte gehört. Im Vortrag werden die wichtigsten Strömungen jener Epoche vorgestellt, die im oberrheinischen Humanismus wurzeln und im Bauernkrieg und der Reformation kulminieren. Katholiken und Lutheraner, Calvinisten und Täufer rangen damals um den »richtigen« Weg zu Gott und den Menschen und liefern uns damit bis heute ein Beispiel für gelebte Vielfalt in einer schwieriger Zeit.

Deutsch-französischer Literaturfrühling um 1714
1714 beendete der Friede von Rastatt eine hundertjährige Kriegsperiode in der deutsch-französischen Geschichte. Auch das literarische Leben beiderseits des Rheins blühte wieder auf, und doch sind die Autoren jener »Schwellenzeit« zwischen Spätbarock und Frühaufklärung heute weitgehend vergessen. Der Vortrag lässt deutsche und französische Schriftsteller des frühen 18. Jahrhunderts wieder lebendig werden, stellt ihre wichtigsten Werke vor und geht der Frage nach, wie ein deutsch-französisches Dichtertreffen damals wohl ausgesehen hätte. Leibnitz, Brockes und Johann Christian Günther kommen dabei ebenso zu Wort wie Fénelon, Lesage und der junge Voltaire.

Rousseau und die Westschweiz
Die so genannte Romandie, herrlich zwischen Jura und Alpen, Bieler und Genfer See gelegen, ist ein äußerst abwechslungsreicher und traumhaft schöner Winkel der Erde, und doch gilt er noch als touristischer Geheimtipp. Eingerahmt von einer grandiosen Gebirgs- und Seenlandschaft, reihen sich Orte voller Poesie, Geschichte und Geschichten aneinander. Niemand weiß diese besser zu erzählen als die Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die hier gewohnt und in verschiedenen Sprachen geschrieben haben: Mary Shelley und Lord Byron auf Englisch, Robert Walser und Friedrich Dürrenmatt auf Deutsch, Voltaire und Rousseau auf Französisch.
Romancier, Philosoph, Pädagoge, Komponist, Naturforscher… Jean-Jacques Rousseau (1712-78), ein bekennender Schweizer und großer Europäer, zählt zu den vielseitigsten Persönlichkeiten der Aufklärung. Der Vortrag vermittelt einen Überblick über die Literaturgeschichte der Westschweiz und Rousseaus zentrale Stellung darin. Sein Leben und Werk stehen daher im Mittelpunkt.

Elsässer und Europäer – René Schickele
Der elsässische Schriftsteller René Schickele war französischer »Citoyen«, deutscher Dichter und überzeugter Europäer. Anhand von Anekdoten, Bildern und Textbeispielen wird seine Bedeutung als grenzüberschreitender Autor und Vermittler zwischen den Völkern vorgestellt und seine zukunftsweisende Vision für ein vereintes Europa erläutert.

 
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